Am letzten Freitag, 12.06.2026 waren wir wieder mit den 4ten-Klassen der Grundschule am Engelsberg entlang des Reisbaches unterwegs um Natur und Umwelt zu erkunden. Nieselte es beim Start um 9:00 Uhr noch leicht, legte sich das doch schon kurz darauf und für den Rest des Morgens blieb es trocken. Die kühlen Temperaturen und das feuchte Wetter waren aber alles andere als gut für die Beobachtung von Vögeln und Insekten. Und so blieb die Ausbeute in diesem Jahr auch recht spärlich und beschränkte sich auf die Arten, die man immer und überall zu sehen und hören bekommt. Nicht vom Wetter beeindrucken ließen sich die Sattkrähen, die wir in reichlicher Anzahl auf den Äckern beobachten konnten. Im Gehölz waren Mönchsgrasmücken zu hören und wer genau aufpasste, konnte auch das Rufen eines Kuckucks erkennen. Beide hören wir praktisch jedes Jahr. Von den meisten unbemerkt, gab es auch einen Luftkampf zu beobachten: Eine Saatkrähe attackierte eine Rohrweihe, die ihr wohl zu nahegekommen war. Mit dem Fernglas gut zu sehen war, dass beide Storchennester am Hof der Familie Decker belegt sind. Zusammen mit einem Graureiher waren die Weißstörche die imposantesten Vögel, die wir im Flug beobachten konnten.
An der Gemarkungsgrenze zu Hohen-Sülzen und Bockenheim liegt das Kiebitz-Schutzgebiet von GNOR und Südzucker. In den Auswilderungsvolieren waren mehrere Kiebitz-Jungvögel zu sehen und an den Wasserflächen lugte die eine oder andere Ente aus dem Gras hervor. Aber auch hier waren deutlich weniger Vögel zu sehen als die Tage zuvor.
Die kühle Witterung beschleunigte die Tour, so dass wir schon gegen 11:00 Uhr wieder am Heimatmuseum waren. Am Ende der Tour gab es für die 26 Viertklässler eine Urkunde, die ihre Teilnahme am GEO-Tag der Natur dokumentiert. Unser besonderer Dank gilt Matthias Bösl und Jürgen Schröhoff vom Nabu Worms-Wonnegau, die kurzfristig eingesprungen waren und uns führten.
Rolf Hoffmann für den Vorstand des Heimatvereins
