Sonnenfinsternis

20.03.  Und auch diesmal hat der Drache die Sonne wieder freigegeben.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag bot der Heimatverein Interessierten im Weingut Heimers ein zweiteiliges Programm rund um das seltene Himmelsereignis der Sonnenfinsternis. Schon am Donnerstagabend gab es einen Vortrag, der die astronomischen Grundlagen erklärte und anhand einer PC-gestützten Simulation und Videos vergangener Finsternisse auf das Ereignis vorbereitete.

Bei einem wolkenfreien Himmel konnten Interessierten dann am Freitag ab 9:30 Uhr die Sonnenfinsternis gefahrlos in der Projektion eines Teleskops oder auf einer Leinwand live zu beobachten. Die 80 Schüler der Grundschule am Engelsberg nahmen das Angebot mit großer Begeisterung auf, ließen sich das Teleskop erklären und nutzten die Videoprojektion, um mit ihren Lehrerinnen das zuvor in der Schule erarbeitete Wissen in natura zu vertiefen. Der altchinesische Mythos vom sonnefressenden Himmelsdrachen wurde von ihnen mit ebenso viel Begeisterung aufgenommen wie die Geschichte über die Chippewa-Indianer, die versuchten die Sonne mit brennenden Pfeilen wieder anzuzünden. Nachdem die Sonnenfinsternis, die bei uns nur als partielle Finsternis zu sehen war, ihren Höhepunkt überschritten hatte, zeigte der Heimatverein auf der Projektionswand einen Livestream aus Spitzbergen, das in der Zone der totalen Verfinsterung lag. Wer bis dahin ausgehalten hatte, bekam die spektakulären Effekte zu sehen, die nur bei einer totalen Sonnenfinsternis sichtbar werden: Unmittelbar vor Eintritt der totalen Verdunkelung erzeugten die letzten Sonnenstrahlen einen tollen Diamantring-Effekt und nach einem kurzen Moment totaler Dunkelheit leuchtete spektakulär die Sonnenkorona auf, die oberste Schicht der Sonnenatmosphäre. Selbst rot leuchtende Protuberanzen waren rund um den dunklen Mond zu erkennen.  Ähnlich tolle Bilder werden wir erst 2026 in Europa wieder sehen können. Der Heimatverein freut sich, dass beide Veranstaltungen über die Ortsgrenzen hinaus auf Interesse stießen und Besucher anzogen.

Bericht: Rolf Hoffmann

Hier können Sie den Artikel der Wormser Zeitung lesen.

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