Mit 2016 ist für den Heimatverein wieder ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. Es gab die schon traditionellen Veranstaltungen wie den Blumenmarkt oder den GEO-Tag der Artenvielfalt. Highlight des Jahres war die Fliesenbörse im Juni, die wir erstmals nach Offstein holen konnten und die auch Gäste aus Bad Nauheim und den Wormser Altertumsverein anlockte. Unser Herbststammtisch mit neuem Wein und Zwiebelkuchen fand noch mehr Zuspruch als im Vorjahr und hat das Zeug sich dauerhaft zu etablieren. Wenig erfreut waren wir darüber, das Sommerfest der Vereine, das 2015 auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen war, auf Grund der Klage eines Anwohners absagen zu müssen. Aber die schon aufgebauten Zelte animierte überwiegend jüngere Mitglieder zu zwei stimmungsvollen „Private Viewing“ Abenden am Heimatmuseum um die EM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft zu schauen. Tolle Stimmung – so etwas sollten wir öfter machen.
Ihr Vorstand des Heimatverein Offstein e.V.
Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



