Das Bitzlerfest im Heimatmuseum hat inzwischen eine treue Fangemeinde, die wir jedes Jahr begrüßen dürfen. Aber auch etliche neue Gäste fanden den Weg in die Jahnstr. 25, darunter auch ein gebürtiger Offsteiner, der heute in Bayern lebt. So durften wir am letzten Freitag wieder knapp 70 Gäste im Heimatmuseum zu einem gemütlichen Abend mit Neuem Wein und Zwiebelkuchen begrüßen. Mit 10 selbstgebackenen gespendeten Kuchen war das Angebot in diesem Jahr besonders breit und neben verschiedenen Variationen von Zwiebelkuchen standen auch 2 Quiche Lorraine und ein Apfelkuchen zur Wahl. Für alle, die keinen Zwiebelkuchen mögen, hatten wir erstmals auch Fleischwurst besorgt. So war zumindest der Plan. Wie sich schnell zeigte, sahen viele in ihr aber eine tolle Ergänzung zum Zwiebelkuchen und der Vorrat war schon nach einer halben Stunde aufgebraucht. Nächstes Jahr besorgen wir mehr! Abgerundet wurde das Angebot durch Griebenschmalz, Brezeln und Laugenteilchen.
Als gegen 20:30 Uhr der Count Down von Raumschiff Orion erklang wich das vorherige Stimmengewirr erwartungsvoller Stille. Wie angekündigt nutzten wir die Gelegenheit den Gästen vorzustellen, was in den letzten Monaten mit Hilfe des Förderprogramms „Museen in ländlichen Räumen 2024“ an Neuerungen umgesetzt werden konnte (Einzelheiten dazu berichten wir noch separat). Danach ging der Bitzlerabend in lockerer Stimmung weiter. Die letzten Gäste verließen das Heimatmuseum erst nach 23:00 Uhr. Ein gelungenes Fest, das Lust macht auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Wir würden uns freuen, sie dann wieder begrüßen zu dürfen.
Den Spendern der Kuchen und allen Helferinnen und Helfern, ohne deren Engagement das Fest nicht möglich gewesen wäre, sei an dieser Stelle wieder herzlich gedankt.
Rolf Hoffmann für den Vorstand des Heimatvereins

Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



