Sommerfest 2017

30.06.-02.07. Sommerfest der Vereine

Abgesagt

Grund ist die Klage eines Nachbarn gegen den aus seiner Sicht unzumutbaren Lärm. Auf Grund dieser Klage hat das Verwaltungsgericht Mainz der Verbandsgemeinde als Genehmigungs- und Kontrollbehörde Auflagen gemacht, deren Einhaltung diese nicht garantieren konnte und deshalb die Genehmigung nicht erteilt hat. Wir bedauern dies zu tiefst, sehen aber aktuell keine Möglichkeit, das Fest auszurichten.

Eine ausführliche Stellungnahme des Vorstands finden Sie hier.

Wo bleibt der Gemeinsinn ..

.. wenn Bürger nicht einmal einen Abend im Jahr tolerieren, dass es in der Nachbarschaft lauter wird? Konkret ist die Rede vom Sommerfest, das die Offsteiner Vereine gerne wieder ausgerichtet hätten. 2015 mit großem Zuspruch wiederbelebt, musste das Fest schon 2016 kurzfristig abgesagt werden. Ein Nachbar des Heimatvereinsgeländes, auf dem das Sommerfest traditionell stattfinden sollte, war mit einem Einspruch beim Verwaltungsgericht Mainz gegen den aus seiner Sicht unzumutbaren Lärm vorgegangen. Das Verwaltungsgericht hatte die Veranstaltung 2015 zwar im Grundsatz genehmigt, auch mit Verweis auf das „seltene“ Ereignis, der Verbandsgemeinde als Genehmigungs- und Kontrollbehörde aber Auflagen gemacht, deren Einhaltung diese nicht garantieren konnte. Diese Auflagen wurden in einem weiteren Urteil im Laufe des letzten Jahres bestätigt, so dass die Verbandsgemeinde keine Möglichkeit sah, das Fest in diesem Jahr wieder zu genehmigen. Sie haben die Absage der Gemeinde sicherlich im Amtsblatt gelesen.

Uns haben zahlreiche Kommentare erreicht, die diese Entwicklung bedauern und wenig Verständnis für die Position unseres Nachbarn zeigen. Dem kann sich der Vorstand des Heimatvereins nur anschließen. Und auch der Ansatz, das Sommerfest auf den Kerweplatz zu verlegen, ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll. Auch dort gibt es Nachbarn, die zum Glück toleranter sind, und bei Veranstaltungen die Augen oder Ohren zudrücken – im Interesse der Gemeinschaft und eines aktiven Dorflebens. Das kann aber kein Grund sein, ihnen nach dem St. Floriansprinzip alle Veranstaltungen im Dorf vor die Nase bzw. Ohren zu setzen, weil andere weniger tolerant sind.

Wie soll Gemeinschaft entstehen, wenn es keine gemeinschaftlichen Feste im Dorf mehr gibt?

Die Frage bleibt natürlich bestehen und treibt uns im Vorstand des Heimatvereins um. Ein lebendiges Dorf ohne Feste – kaum vorstellbar. Gemeinsam feiern, so wie es in Dörfern schon immer der Fall war und wie es zum Dorfleben schon immer dazugehört. „Wir sind Dorfkinder und wir sind stolz darauf“ tat eine Gruppe in den letzten Jahren beim Kerweumzug kund. Diesem Lebensgefühl sehen wir uns als Vorstand des Heimatvereins verpflichtet. Und wir werden unser Möglichstes tun es zu unterstützen. Auch in Zukunft. Auch auf dem Platz vor dem Heimatmuseum.

Ihr Vorstand des Heimatvereins

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