17.10. Besuch aus dem bayrischen Bernried im Heimatmuseum
Am 17. Oktober besuchte eine Abordnung aus dem bayrischen Bernried die Ortsgemeinde Offstein. Ortsbürgermeister Robert Kuhn begrüßte seinen Amtskollegen Stefan Achatz mit Ratsmitgliedern und deren Partner und zeigte ihnen unsere Gemeinde. Neben dem historischen Rathaus und den beiden Kirchen, war das Heimatmuseum in Offstein ein weiterer Besichtigungsort. Die Besucher aus Bernriedwurden von ihren Offsteiner Ratskollegen, Partnern und Freunde begleitet und von dem Vorsitzenden des Heimatvereins im Museum mit einem Glas Sekt herzlich empfangen. Obwohl die Gemeinde Bernried einen Heimat- und Trachtenverein besitzt, war die Bewunderung für das Offsteiner Heimatmuseum gewaltig. So eine Sammlung von traditionellen Alltagsgegenstände wünschten sich viele der Besucher. „Schau mal hier, sowas hatte meine Oma früher auch“ oder „Das haben wir leider schon lange weggeworfen, war das schön“, „Toll“ das waren häufige Kommentare unserer bayrischen Gäste an diesem Nachmittag.
Neben den Themen: Küche, Haushalt, Metzgerei, Schuhmacherwerkstatt und Küferei, lenkte Dr. Karl Heimers das Interesse der Besucher auf die Jugendstilfliesen-ausstellung „Offsteiner Tonwerk.“ Denn dieser Bereich des Museums mit seinenherausragenden Exponaten, stellt ein Alleinstellungsmerkmal von besonderer Gütedar. Deshalb wird der Heimatverein Offstein im nächsten Jahr die Feier-lichkeiten „200 Jahre Rheinhessen“ mit einer Sonderausstellung und einer angeschlossenen Jugendstil- und Fliesenbörse begehen. Viele Fragen rankten sich um die künstlerische Herstellung und Produktion der Fliesen, welche man so hier nicht erwartet hätte. Zum Abschied trug man sich in das Gästebuch ein und sprach eineherzliche Gegeneinladung für das kommende Jahr aus.
Ihr Vorstand des Heimatvereins
Bericht: Rolf Hoffmannn
Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



