Der Blumenmarkt ist die älteste noch durchgeführte Aktion des Heimatvereins. In Corona-Zeiten mussten wir nun neue Wege gehen, um die Veranstaltung nicht ausfallen zu lassen. Und so gab es statt der Verkaufsfläche vor dem Heimatmuseum einen Lieferservice. Und wir wurden von der positiven Resonanz völlig überrascht. Hatten wir mit vielleicht zwanzig Bestellungen gerechnet, waren es am Ende 70. So standen am Freitagabend knapp über 1200 Pflanzen im Heimatmuseum und warteten darauf ausgeliefert zu werden. Zunächst mussten die 300 Geranien, 700 anderen Blumenpflanzen und 200 Tomaten- und Paprikapflanzen aber noch nach Bestellungen zusammengestellt und nach Touren sortiert werden. Am Samstag ab 9:00 Uhr ging es dann los. Obwohl wir mit drei Fahrzeugen auslieferten, waren die letzten Fahrten erst gegen 13.00 Uhr beendet. Und natürlich galt „safety first“. Schließlich wollten wir ihnen Blumen und keine Viren liefern. So waren wir mit Mundschutz und unter Einhaltung der Abstandsregeln unterwegs!
Erwähnt sei noch, dass es auch eine Lieferung nach Flörsheim-Dalsheim gab. Durch die Vorankündigung im Amtsblatt aufmerksam geworden, hatte sich hier ein junges Paar die Bestellliste von unserer Homepage heruntergeladen und bestellt.
Ein großes Lob müssen wir unseren Bestellern aussprechen, die wir alle antrafen und die das Geld allesamt passend bereithielten, so dass wir ohne Wechselgeld auskamen. Häufig wurde der Betrag großzügig aufgerundet, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken.
Der Dank des Vorstandes geht aber natürlich auch an alle Helfer, die sortiert, verladen und ausgefahren haben. Insbesondere aber auch an Vanessa Steinebach und Rita Fuhrmann, die wieder die komplette Bestellabwicklung mit unserem Lieferanten, dem Blumenhaus Schmitt in Pfeddersheim, übernommen hatten.
Wir hoffen, sie im nächsten Jahr wieder auf unserer Verkaufsfläche vor dem Heimatmuseum bedienen zu können, kam in diesem Jahr doch die Freude am Auswählen und am Schwätzchen miteinander zu kurz. Aber wir werden auch überlegen, welchen Stellenwert ein Lieferservice in Zukunft haben kann.
Ihr Vorstand des Heimatvereins
Zu unserem Blumenmarkt veröffentlichte die Wormser Zeitung diesen Artikel.

Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



