10.09. Sie hodd uns verlosse noch drei schäne Dach …
beklagte Cheyenne Feierabend das Ende der Kerwe während die restliche Kerwecrew mit Fackeln den stimmungsvollen Rahmen bildete. Erstmals seit langem wurde in Offstein die Kerwe wieder begraben. „Doch, als ich Kerwemädchen war, haben wir das noch gemacht“ beschied uns Vanessa Steinebach auf die Frage, ob es das in Offstein früher schon einmal gab. Das war für den Heimatverein der Anstoß, die Kerwecrew bei dem Vorhaben „Beerdigung der Kerwe“ zu unterstützen. Und so übernahmen wir am Kerwemontag den Ausschankwagen und warfen den Grill noch einmal an.
„Mir hän gedanzt un gelacht bis tief in die Nacht, nur unser liewi Kerb hot des ned länger mitgemacht“ erkannte Cheyenne und mit ihr trauerten zahlreiche Kerwefans, die noch einmal den Weg auf den Kerweplatz gefunden hatten.
Wem hot die Kerb gehert? Unser!
Wer hot de Woi getrunke? Wir!
Mit dem anschließenden 3-fachen Hoch auf die Kerwe beendeten die Kerwecrew und die „Trauergäste“ vier tolle Kerwetage. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!
Auch hier sei all jenen gedankt, die, statt selbst zu feiern, im Interesse der Allgemeinheit bereit waren auszuschenken, zu grillen, zu kassieren oder bei Auf- und Abbau geholfen haben.
Ihr Vorstand des Heimatvereins
Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



