Seit letztem Jahr unterstützt der Heimatverein die Kerwecrew am Montag bei der Beerdigung der Kerwe indem er für Speisen und Getränke sorgt. Und der Abschluss am Montag findet zunehmend Freunde. Standen die ersten Gäste schon um 17:00 Uhr vor dem Ausschankwagen, übertraf die Anzahl der Besucher im Laufe des Abends bei Weitem unsere Erwartungen. Und so kamen wir am Grill und im Ausschankwagen schon heftig ins Schwitzen.
Neu war in diesem Jahr ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb im Anschluss an die von den Schnattergänsen gespendeten Karussell-Freifahrten. Schon am Sonntag hatten wir bei dem Umzug Wettbewerbskarten verteilt, und auch bei den Freifahrten gab es Wettbewerbs-Karten für die Kinder. Gegen 18:00 Uhr waren wir dann auf dem Kerweplatz damit beschäftigt, Luftballons zu füllen und Karten abzustempeln. Der Ansturm übertraf alle unsere Erwartungen. Hatten wir mit 30 – 50 Kindern gerechnet, mussten am Ende fast 100 Luftballons mit Gas befüllt werden.
Und auch wenn sich der eine oder andere Ballon schon vorab auf die Reise machte, gingen die meisten gemeinsam in einem Massenstart auf die Reise. Die Gewinner des Wettbewerbs werden am Nikolausmarkt mit einer Prämie belohnt.
„Sie hodd uns verlosse noch drei schäne Dach …“ beklagte die Kerwecrew nach dem Wettbewerb das Ende der Kerwe und trug sie in stimmungsvollem Rahmen bei Fackelschein zu Grabe. Mit dem anschließenden 3-fachen Hoch auf die Kerwe beendeten die Kerwecrew und die „Trauergäste“ vier tolle Kerwetage.
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr wenn es wieder heißt:
Wem is die Kerb…?
Auch hier sei all jenen gedankt, die, statt selbst zu feiern, im Interesse der Allgemeinheit bereit waren auszuschenken, zu grillen, zu kassieren oder bei Auf- und Abbau zu helfen.
Ihr Vorstand des Heimatvereins

Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



