War das Schmücken und Aufstellen der Brunnenkrone in den letzten Jahren immer ein Ereignis, an dem die Schulkinder der Grundschule am Engelsberg mit viel Freude teilnahmen, so hat uns in diesem Jahr das Corona-Virus auch dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und so mussten die Schüler der ersten Klasse dieses Mal darauf verzichten, die Brunnenkrone mit ihren gebastelten Ostereiern und Namensbändern zu schmücken. Und natürlich fiel auch der feierliche Zug vom Heimatmuseum zum Flötenspielerbrunnen den Pandemie-Schutzmaßnahmen zum Opfer. Dennoch wollten wir nicht auf den schönen Brauch verzichten, den Flötenspielerbrunnen österlich zu schmücken. Und so haben wir am Montag bei strahlendem Sonnenschein im kleinstmöglichen Kreis von 2 Personen die Brunnenkrone angebracht.
Der Brauch, zur Osterzeit die Brunnen festlich zu schmücken, stammt ursprünglich aus der fränkischen Schweiz, findet aber seit Jahren zunehmend auch in anderen Regionen Zuspruch. Der Heimatverein Offstein pflegt diesen Brauch in Offstein seit 2017.
In diesem Jahr soll er auch ein Stück Normalität in unnormalen Zeiten sein.
Ihr Vorstand des Heimatvereins

Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



