In den letzten Tagen vor den Osterferien gab es für die Kinder der Offsteiner Grundschule eine besondere Beschäftigung: Jedes Kind durfte ein Ei für den Osterbrunnen gestalten. Aus bekannten Gründen mussten wir in diesem Jahr darauf verzichten, den Brunnen mit allen Klassen gemeinsam am Heimatmuseum zu schmücken und feierlich an seinen Bestimmungsort zu bringen. Um dennoch den Kinder die Möglichkeit zu geben, ihre bemalten Ostereier selbst anzubringen, hatten wir vorab Platz für die Eier dieses Jahres geschaffen und die Brunnenkrone am 24.03. aufgestellt. Am Donnerstag und am Freitag trafen dann immer wieder einzelne Klassen zusammen mit ihren Lehrerinnen am Brunnen ein und brachten voller Stolz den selbstgemalten Schmuck an. Für die Kinder wieder ein schönes Erlebnis und für Offstein eine Bereicherung im Dorfbild. Schauen Sie vorbei! Namensbänder an den Eiern verraten ihnen, welches Kind das jeweilige Ei gestaltet hat.
Im Jahr 2017 hatte der Heimatverein zum ersten Mal den ursprünglich aus der fränkischen Schweiz stammenden Brauch aufgegriffen und in Offstein einen Osterbrunnen geschmückt. Seither erstrahlt der Flötenspielerbrunnen jedes Jahr im Osterschmuck, zu dem von Anfang an die Kinder der Grundschule am Engelsberg einen bedeutenden Teil beisteuern.
Der Heimatverein dankt allen Mitwirkenden für die investierte Zeit und Arbeit, ohne die eine solche Aktion nicht möglich wäre. Insbesondere gilt unser Dank den Schülern und Lehrerinnen der Grundschule sowie der Schulleiterin Fr. Gürtler, die dies seit nunmehr fünf Jahren ermöglichen.
Rolf Hoffmann für den Vorstand des Heimatvereins

Am Anfang dieser Kirchengeschichte steht nur eine Urkunde von 1212. Nicht etwa die Urkunde über den Bau des Gotteshauses, also eine Art Geburtsurkunde, nein es handelt sich um die bischöfliche Bestätigung einer Inkorporation der bereits bestehenden Kirche und der Pfarrei in Offstein ins St. Cyriakusstift in Neuhausen. 1212 bis 2012 – ein Zeitraum von 800 Jahren gibt wahrlich Anlass zur Feier der ersten urkundlichen Erwähnung einer Kirche in unserem Dorf, gleichzeitig aber auch zur Feier des 230-jährigen Bestehens des 1782 neu erbauten Gotteshauses.
JHS 1710 (Jesus hominum salvator und die Jahreszahl 1710) steht auf dem Schlussstein des gewölbten, sandsteinernen Türsturzes über dem Eingang zur evangelischen Kirche in Offstein. Dies ist wohl der deutlichste Hinweis auf die Bauzeit dieses Gotteshauses. Damit ist zwar der Zeitraum der Errichtung eng eingegrenzt, unbekannt bleibt aber trotzdem das Jahr des Baubeginns und der Fertigstellung. Wir wissen nicht, ob die Fundamente und ein Teil der Außenwände vielleicht schon im Vorjahr angelegt wurden und die Jahreszahl im Schlussstein nur mit der Herstellung des Eingangs zusammenhängt. Wäre ein Grundstein mit Urkunde gelegt und bekannt, so wäre ein Teil der offenen Fragen beantwortet.



